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Die Geschichte der aktuellen Gemeinschaft

Die Geschichte der aktuellen Gemeinschaft

Die ersten Nonnen Dominikanerinnen waren in unserem Gebiet schon im 1239 in Brünn und auch in anderen Orten. Leider der Kaiser Joseph II. hat sie, sowie andere kontemplative Klöster, als „zwecklose“ aufgehoben.

Nach 150 Jahren nach den josephinischen Reformen hat Mgr Metoděj Habáň den kontemplativen Zweig unserer Provinz mit einigen Postulantinnen erneuert und am 30. 4. 1948 wurde ein neues Kloster von Rom kanonisch genehmigt. Sein erster Sitz war in Aussig, in einem alten verlasenen Kloster in Nordböhmen.

Die dominikanische Nonnengemeinschaft hat also in den 40. Jahren des 20. Jahrhunderts ihre Existenz wieder begonnen.

Im Februar 1950 hat die Gemeinschaft nach Leitmeritz übersiedelt, aber ihr Aufenthalt war hier sehr kurz. Am 25. September wurden die Schwestern auf den Befehl des komunistischen Regims nach Bohosudov in ein Konzentrationskloster ausgejagt. Aus jenem „Lager“ wurden sie dann in verschiedene Fabriken verteilt. Nach einem Jahr konnten sie wieder in Braunau (in einem Benediktinerkloster) zusammentreffen, und da konnten sie bei verschiedenen Arbeiten und Beschäftigungen tätig sein (z. B. auch in der Fabrik) und bis zum Jahr 1970 bleiben.

Im Jahre 1968 (im „Prager Frühling“), konnten wir zwei junge Postulantinnen empfangen. Danach haben wir nach Osek in Nordböhmen, und im 1974 nach Moravec bei Brünn übersiedelt. Im 1981 wurde dieses Haus (ein Priesterheim) von der geheimen Polizei überfallen und eine grosse Menge der Literatur wurde konfisziert. Hier sind die Schwestern bis zur neuen Freiheit geblieben.

Als uns im 1990 die Freiheit überrascht hat, haben uns unsere Brüder als eine provisorische Wohnung ihr altes Kloster in Znaim (in Südmähren) angeboten. Das mittelalterliche Gebäude brauchte aber viele Rekonstruktionen. Trotzdem ist es nicht unseren Bedürfnissen (unserem beschaulichen Klausurleben) günstig. Wir sind nicht seine Besitzerinnen, sondern nur Mieterinnen. Deshalb ist unsere Gemeinschaft entschieden ein neues selbstständiges Kloster zu bauen.

Aktuell besteht die Klosterfamilie von 13 Schwestern. Am Znaimer Friedhof sind fünf älteste Schwestern begraben, i. a. auch Mutter Katharina Baková, die zweite Priorin, die im 2002 im Ruf der Heiligkeit gestorben ist.

Während 40 Jahre der komunistischen Totalität wurde unsere Gemeinschaft von der Mutter Katharine Baková (1906–2002) geleitet. Für ihre Leitung war charakteristisch die Weisheit und die Liebe. Als sie in Znaim gestorben ist, hat sie ihren Schwestern autobiographische und geistliche Schriften gelassen, in den die Liebe Gottes und seine Barmherzigkeit hervorragen.

Aus den Meditationen der Mutter Katharina:
„Ich sehe mit den Augen meiner Seele die unendliche Kluft der Liebe meines Jesu, mit der Er uns liebt und von uns geliebt zu werden sich sehnt. In seinem heiligen Herzen finde ich wirklich eine unendliche Kluft der Barmherzigkeit Gottes, die alle unseren Sünden verzeihen will. Ich sehe, wie aus seinen heiligen Wunden als aus lebendigen Quellen immerfort sein heiliges Blut fliesst und in den Ozean seines göttlichen Herzens herabfliesst, und wie ihre grenzlose Grösse das Meer dieser Welt überschreitet. Aus diesem Ozean höre ich die zarte Stimme der unendlichen Liebe Gottes, der in seiner unermesslichen Sehnsucht uns immerfort feurig ruft: ‚Kommt zu mir alle! Kommt und zögert nicht! Kommt zur Quelle des lebendigen Wassers, und ich werde euch retten!‘“
(Aus den zur Ausgabe vorbereiteten Texten)

Es ist möglich in die bisher ausgegebenen Texte auf Seiten des Verlags nachzu schauen.

Die Geschichte der aktuellen Gemeinschaft Mutter Katharina Baková OP Die Geschichte der aktuellen Gemeinschaft Die Geschichte der aktuellen Gemeinschaft Die Geschichte der aktuellen Gemeinschaft
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